Baudiagnostik Wilting


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Blower Door Test an großen Gebäuden

Blower Door


Luftdichtigkeit an großen Gebäuden

Eine gute Luftdichtheit der Gebäudehülle ist ein wichtiger Bestandteil zur Verbesserung der energetischen Qualität von Gebäuden sowie dem Brandschutz.
Neben Einfamilienhäusern werden seit einigen Jahren auch größere Gebäude wie Verwaltungsgebäude, Hallen, Schulen, Altenheime, Produktionsstätten und Lagerhallen erfolgreich gemessen.
Große Gebäude mit mehr als 4000 m3 Innenvolumen rücken zunehmend in den Fokus. Die DIN EN 13829 "Bestimmung der Luftdurchlässigkeit von Gebäuden" bezeichnet Gebäude, deren Volumen größer als ca. 4000 m3 ist, als große Gebäude.
Während der Luftdichtheitsmessung muss die Messeinrichtung mindestens einen Druckunterschied von 25 Pa erzeugen, bei kleineren Gebäuden sind 50 Pa zwingend, um eine Messung normgerecht durchführen zu können.

Trotz dieses Hinweises in der Norm ist es jedoch sinnvoll, auch bei großen Gebäuden 50 Pa Druckdifferenz zu erreichen, da es die Leckageortung erheblich erleichtert.
Nach einer Vorbesprechung und Vorbegehung wird der Zeitpunkt sowie die Voraussetzungen abgesprochen.
Es werden dann entsprechend einer Berechnung die Anzahl der Blower Door Geräte festgelegt.

Durch Zu- und Abschalten einzelner Geräte kann stufenlos jeder Volumenstrom mit einer definierten Genauigkeit erzielt werden. Auch die Möglichkeit, die Messgeräte flexibel im Gebäude verteilen zu können, falls die Druckverteilung im Gebäudeinneren nicht gleichmäßig ist, ist ein großer Vorteil dieser Messart.

Damit der Zeit- und Personalaufwand für die Messung in Grenzen gehalten wird, ist eine sorgfältige Vorbereitung und Organisation notwendig. Gerade bei großen Gebäuden ist eine Baustellenbegehung vor der Messung sinnvoll. Der Zustand der luftdichten Ebene kann beurteilt, die möglichen Einbauorte der Messeinrichtung können gesichtet und die temporären Abdichtungen (z.B. Lüftungsanlage) festgestellt werden. Auf Basis dieses Wissens wird der Messtermin festgelegt, der bei Termindruck häufig auch in die Nacht oder auf das Wochenende fällt.

Mit Hilfe der Thermografie (High End) werden Luftundichtigkeiten lokalisiert und wenn möglich auch sofort durch die anwesenden Gewerke beseitigt.
Für die Thermografie ist eine Temperaturdifferenz (innen/außen) von ca. 10°C erforderlich.
Die Durchführung der Messung erfordert bei der Gebäudevorbereitung und der Leckageortung (z. B. mit Rollgerüst in Hallen) mitunter viel Lauf-, Kletter- und damit Zeitaufwand. Wird diese Arbeit planmäßig auf mehrere Fachleute verteilt, erspart das Zeit und die Messdauer kann, je nach Gebäudegröße, auf einen halben bis ganzen Tag beschränkt werden. Die Ermittlung eines Kennwertes aus einer Unter- und Überdruckmessreihe wird mit speziellen Programmen und Auswertehilfen durchgeführt und stellt den geringsten Aufwand bei der Messung dar.
Luftdichtheitsmessungen in großen Gebäuden sind heute gut zu bewältigen. Voraussetzung für den reibungsfreien Ablauf der Messung ist eine gute Vorbereitung und Organisation sowie die Unterstützung von kompetenten Kollegen und Partnern während der Messung.


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